Wie schon auf der Hochgeschwindigkeitspiste im italienischen Monza konnte sich der Reiter Engineering Lamborghini Murciélago R-GT auf dem schnellen 7,004 Kilometer langen Kurs in Spa in Szene setzen. Die Stammfahrer Peter Kox und Jos Menten wurden in den Ardennen von Landsmann Jeroen Bleekemolen unterstützt und erreichten im Zeittraining den beachtlichen sechsten Startplatz.

Nur knapp sechs Zehntel Sekunden hinter der auf Pole stehenden Corvette von Mike Hezemans. „Auf einer so langen und schnellen Rennstrecke nur wenige Zehntel zurück zu liegen ist ein großer Erfolg für uns“, freute sich Teamchef Hans Reiter nach dem Zeittraining. „Speziell, da wir das erste Mal in Spa waren und noch einiges über die Strecke lernen mussten.“

Leider begannen die Total 24-Stunden von Spa gleich mit einem Rückschlag für das Team. Startfahrer Jos Menten rollte bereits in Runde Drei mit einem Antriebswellenschaden aus. Glücklicherweise geschah dies direkt an der Boxeneinfahrt, so dass ihn die Reiter Mechaniker zur Reparatur in die Box schieben durften. Die Reparatur kostete acht Runden, dann konnte Jos Menten das Rennen wieder aufnehmen. Eine gute dreiviertel Stunde drehte Menten problemlos seine Runden und kam dann zu einem Sicherheitscheck an die Box. Just beim Herausfahren kollabierte noch in der Boxengasse erneut eine Antriebswelle.

In den folgenden zwei Rennstunden absolvierte Jeroen Bleekemolen seinen ersten Stint, dann stieg Peter Kox in die #28. Beide Niederländer fuhren identische Zeiten wie die Spitze und begannen sich langsam im Klassement wieder nach vorne zu arbeiten. Gegen Ende der vierte Rennstunde wurde Bleekemolen Opfer des aufgesammelten Reifen Pick-Up. Einer dieser Fetzen durchschlug den Kotflügel des Lamborghini und löste den darüber liegenden Not Aus Schalter der Elektrik aus. Wie schon Jos Menten zuvor, hatte Jeroen Bleekemolen Glück im Unglück, dass dies bei der Anfahrt zur Boxengasse passierte. Nachdem das elektrische System wieder gangbar gemacht worden war, folgte endlich Racing in seiner pursten Form.

Alle drei Reiter Piloten fuhren beständig Zeiten, die für die Spitze der GT1 gereicht hätten. Bis zur Rennhalbzeit nach 12 Stunden lag die #28 im 46 Fahrzeuge starken Feld kurz vor der Top 20. Als in der verflixten 13. Stunde erneut die Antriebswelle zerbrach, musste das Team Reiter Engineering den endgültigen Ausfall bekannt geben.

„Scheinbar ist bei der Herstellung dieses Antriebswellen Typs etwas verändert worden“, versuchte Hans Reiter eine Analyse. „Diese Häufung von Schäden im Antrieb ist uns bislang fremd gewesen. Dreimal sind die Antriebswellen auf die gleiche Weise gebrochen. Das werden wir nun erst einmal klären müssen, bevor wir beim nächsten Lauf in Adria Anfang September antreten.“

Leider konnte auch das Kundenauto von ALL-INKL.COM Racing die 24-Stunden von Spa nicht beenden, da auch an der #7 das gleiche Problem aufgetreten war.

Der siebte Lauf zur FIA-GT Meisterschaft findet am 08. September 2007 auf dem Adria Raceway, 50 Kilometer südlich von Venedig gelegen, statt.

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