FIA GT1 : Es hat nicht sollen sein

Montag, 24. September 2007, 20:00 Uhr2007 FIA GT1Kommentieren

Nur zwei Wochen nach dem Rennen auf dem Adria Raceway ging der Kampf um Punkte im tschechischen Brünn weiter. Unter guten Vorzeichen begann das Wochenende. Peter Kox und Jos Menten hielten sich bereits im Freien Training in der GT1 Spitzengruppe auf und sicherten sich in der zweiten Trainingssitzung sogar die Bestzeit im gut besetzten Feld.

Peter Kox übernahm dann die Qualifizierung des Reiter Engineering Lamborghini Murciélago R-GT und fuhr die fünftschnellste Zeit auf der Berg und Tal Bahn in Brünn. „Unser Auto war hier in Brünn immer gut mit dabei“, so der Niederländer. „Ich hoffe, wir können das im Rennen in eine gute Position umsetzen“. Im sonntäglichen Warm-Up bestätigte sich die gute Tendenz, erneut stand die Bestzeit für Kox / Menten zu Buche.

Von Rang Fünf gestartet hielt der Niederländer im Rennen schließlich die Fühlung zur Spitze Im Laufe seines 18 Runden Stints gewann er noch eine Position als er den späteren Siegerwagen von Montanari / Ramos überholte und übergab den Murciélago an Jos Menten auf Rang Vier. Mehrere Sektorbestzeiten zeigten den exzellenten Speed von Kox im Murciélago.

Dabei wäre eigentlich noch mehr drin gewesen. Ein Unfall zwischen zwei Konkurrenten in Runde 16 zwang Kox zu einem Ausweichmanöver, welches in einem Dreher endete. Sicherheitshalber kam der Niederländer früher als eigentlich geplant an die Box zum Check.

Menten knüpfte nahtlos an und lieferte eine saubere Leistung auf der Strecke ab. In Runde 33 kämpfte Menten den Maserati von Bertolini / Piccini nieder und fuhr auf den dritten Rang vor. In den folgenden Umläufen setzte sich Menten weiter ab und baute ein sicheres Polster zu den Verfolgern auf.

Peter Kox absolvierte schließlich den dritten Abschnitt des 120 Minuten Rennens. Er lag weiterhin auf dem dritten Gesamtrang und damit auf Podestkurs! Belohnt werden sollte die famose Leistung von Peter Kox und Jos Menten dennoch nicht. Nur drei Runden vor Schluss löste sich das linke Vorderrad aufgrund einer gebrochenen Radmutter und machte einen zeitraubenden Extra Stopp nötig. Der #28 Reiter Engineering Lamborghini verlor dadurch fünf Positionen und wurde am Ende Achter.

„Heute konnten wir aus eigener Kraft um den Sieg mitfahren“, so Teamchef Hans Reiter nach dem Rennen. „Wir haben nicht vom Pech Anderer oder den Umständen auf der Piste profitiert. Der Speed war das ganze Wochenende über da. Leider wurden wir am Ende dafür nicht belohnt. Zumindest haben wir aber die schnellste Rennrunde zu Buche stehen.“

Ergebnis achter Lauf FIA-GT in Brünn:
1. Montanari / Ramos – Maserati MC12
2. Wendlinger / Sharp – Aston Martin DBR9
3. Kumpen / Longin – Corvette C5-R
4. Bertolini / Piccini – Maserati MC12
5. Pier Guidi / Giannocaro – Maserati MC12
6. Muecke / Bouchut – Lamborghini Murciélago R-GT
7. Bartels / Biagi – Maserati MC12
8. Kox / Menten – Lamborghini Murciélago R-GT

Von Tschechien aus rollen die FIA-GT LKW direkt weiter nach Frankreich, wo in Nogaro Lauf Neun der Meisterschaft schon am kommenden Wochenende stattfindet.

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