ADAC GT Masters : Spiel, Satz und Sieg in Deutschland für Reiter Engineering
Mit zwei weiteren Siegen konnte Reiter Engineering die Rennen 9 und 10 des ADAC GT Masters abschließen. Während die Fahrerwertung noch aussteht, konnte das Team von Hans Reiter bereits ein Rennwochenende vor Saisonschluss die Teamwertung gewinnen. Der Entscheidung in der Fahrerwertung sieht Hans Reiter gelassen entgegen: „Es können nur noch unsere Fahrer den Fahrertitel holen. Allerdings besteht natürlich nun die Gefahr, dass sich beide Teams unter Druck setzen und bisher ungewohnte Fehler machen.“
Im ersten Rennen am Samstag fuhren Christopher Haase und Jos Menten für Reiter Engineering den Siegerpokal ein. In einer makellosen Vorstellung setzten sich die beiden von Beginn an vom Feld ab und fuhren für Christopher Haase den fünften Saisonsieg ein. Richtige Freude kam jedoch noch nicht bei dem 19jährigen auf: „Darüber möchte ich aber momentan noch nicht nachdenken, es kann im Rennen am Sonntag noch viel passieren.“
Wie Recht der gebürtige Kulmbacher hatte, ahnte er zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht. Vor dem Rennen am Sonntag hatte Christopher Haase 21 Punkte Vorsprung bei noch 30 zu vergebenden Punkten. Seit dem Rennen am Sonntagnachmittag sind davon nur noch 11 Punkte bei 20 zu vergebenden Punkten übrig. Im zehnten Lauf der ADAC GT Masters mussten die Tabellenführer zuerst aus der Boxengasse starten, dann beendete eine defekte Radnabe in der 23. Runde alle Träume auf einen vorzeitigen Titelgewinn – dies war der erste Ausfall in zehn Rennen. Peter Kox und Albert Fürst von Thurn und Taxis fuhren von der zweiten Startposition einen makellosen Start/Ziel Sieg mit der schnellsten Rennrunde ein und konnten den Abstand auf Haase verringern.
„Die #6 und #7 haben bisher acht von zehn Rennsiegen in der ADAC GT Masters eingefahren, während die #8 derzeit scheinbar alles Pech einer Rennsaison anzieht“ umschreibt Teamchef Hans Reiter das „Sorgenkind“ des Teams. Achim Winter und sein italienischer Co-Pilot Stefano Gabellini mussten am Samstag nach einer Feindeinwirkung in der Startphase bereits den vierten „Nuller“ der Saison verdauen. Eine stark beschädigte Fronpartie zwang die Mechaniker bis in die Morgenstunden zum großen Service. Der Lamborghini Gallardo präsentierte sich anschließend in kunterbuntem Farbkleid. Im Rennen am Sonntag wurden die Bemühungen des Teams endlich belohnt. Winter/Gabellini holten den sechsten Rang in der Gesamtwertung und Rang drei in der Lamborghini Wertung.











