ADAC GT Mastes : Hockenheim - Drei Titel für Reiter Engineering!
Nachdem sich die Mannschaft aus Kirchanschöring schon bei der letzten Veranstaltung am Sachsenring den Teamtitel gesichert hatte, entschied Reiter Engineering Pilot Christopher Haase beim Finale die Fahrerwertung des ADAC GT Masters für sich und wurde zum ersten Meister der neuen Serie gekrönt.
Vor den letzten beiden Läufen auf dem Hockenheimring hatten noch zwei Teams aus dem Hause Reiter Engineering eine Chance auf den Titel. Neben Christopher Haase waren dies Peter Kox / Albert von Thurn und Taxis. Bei noch maximal 20 zu erreichenden Punkten hatte Haase nach fünf Veranstaltungen einen Vorsprung von 11 Zählern.
Im ersten Rennen am Samstag gingen die beiden Reiter Lamborghini Gallardo von den Startplätzen 2 (Haase) und 4 (von Thurn und Taxis) aus ins Rennen. Doch schon die erste Runde sollte die Entscheidung auf den allerletzten Lauf des ADAC GT Masters am Sonntag verschieben.
Christopher Haase verlor auf den ersten Metern bereits Positionen und rollte schließlich ausgangs der Parabolica mit Motorschaden aus. Albert von Thurn und Taxis rutschte dadurch auf die dritte Position vor, verlor diese aber in seinem Stint an Christian Hohenadel (Porsche). Peter Kox übernahm den #6 Lamborghini Gallardo beim Pflichtstopp. Eine defekte Kupplung kostete ca. 10 Sekunden, dann ging der Niederländer wieder ins Rennen. Kox arbeitete sich bis auf den zweiten Rang nach vorne und fuhr hinter Philipp Peter (Ferrari) über die Ziellinie. Da Peter als Gaststarter keine Punkte erhielt, konnten sich Kox / von Thurn und Taxis über 10 Punkte freuen und verkürzten den Abstand zu Christopher Haase auf nur noch einen Zähler.
Der Sonntag musste also die Titelentscheidung zwischen den beiden Reiter Lamborghini bringen. Peter Kox startete von Rang Zwei, Gianni Morbidelli im Gallardo von Haase aus der letzten Reihe. Nachdem im Qualifying bereits ein Motorproblem aufgetreten war, hatten Morbidelli / Haase keine Zeit fahren können. Spannung pur also in Hockenheim!
Peter Kox hielt Rang Zwei, während Morbidelli pro Runde ein bis zwei Konkurrenten im 30 Wagen starken Feld überholte. Trotz zweier Safety- Car-Phasen schaffte es der Italiener, den Gallardo mit der #7 bis auf die neunte Position vor zu fahren. Da Kox immer noch auf Rang Zwei lag, war dieser auf Meisterschaftskurs. Leider wurde der Titelkampf noch vor der Zielflagge entschieden. Zwei Minuten vor Rennhalbzeit kündeten Rauchwolken aus dem Heck des #6 Gallardo von einem sich anbahnenden Motorschaden. Kox musste das Auto auf der Strecke abstellen und Christopher Haase war damit automatisch zum ersten Meister der ADAC GT Masters geworden!
Kein Anlass für den 19-Jähigen Mechatroniker in der zweiten Rennhälfte zurück zu stecken. Bis auf Platz Sieben kämpfte sich Haase noch vor und baute sein Punktekonto auf 79 Zähler aus. Nebenbei sicherte sich Haase auch noch die Wertung im Lamborghini Cup für alle in der Serie angetretenen Gallardo Piloten.
Endstand ADAC GT Masters
1. Christopher Haase Lamborghini Gallardo 79 P.
2. Kox / von Thurn und Taxis Lamborghini Gallardo 74 P
3. Seyffarth / Schmickler Porsche 997 GT3-Cup 58 P.
4. Kaufmann / van der Lof Lamborghini Gallardo 56 P.
5. Morbidelli Lamborghini Gallardo 50 P.
6 Seiler / Gerling Corvette Z06 46 P.
7. Menten Lamborghini Gallardo 30 P.
-. Skula / Matzke Corvette Z06 30 P.
8. Krassin Porsche 997 GT3-Cup 20 P.
9. Winter Lamborghini Gallardo 19 P.
-. Becker / Heyer Dodge Viper 19 P.
10. Teichmann Lamborghini Gallardo 17 P.
Mit neun Siegen bei 12 Rennen war Lamborghini im ADAC GT Masters 2007 die erfolgreichste Marke. Acht Erfolge sicherte Reiter Engineering, einmal triumphierte das ARGO Racing Team.
Enstand Teamwertung ADAC GT Masters
1. Reiter Engineering 110 P.
2. SMS Seyffarth Motorsport 66 P.
3. ARGO Racing 61 P.
4. Martini Callaway Racing 47 P.
5. Waiblinger Motorsport Club 35 P.
6. MM Racing 28 P.
7. GS Motorsport 27 P.
8. Kessel Racing 23 P.
9. GAG Racing 14 P.
10. Mamerow Racing 13 P.











