Reiter Engineering zurück an der Spitze in Le Castellet

 02.06.2025

 

Am Wochenende vom 02 - 03. Mai 2025 fand die zweite Runde des Michelin Le Mans Cups 2025 auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet, Frankreich statt. Für Reiter Engineering war dies ein erfolgreicher und vielversprechender Auftritt, der die Ergebnisse wochenlanger harter Arbeit vor der Saison zeigte. Mit beiden Autos in den Top 10 ihrer jeweiligen Kategorie und einem Podiumsplatz für das Auto #25 hat das Team bewiesen, dass es ein würdiger Anwärter für die Meisterschaft ist.

Freitag - Den Rhythmus finden
 

Im ersten freien Training lag der Fokus darauf, auf dem schnellen und technischen Layout von Paul Ricard wieder in den Rhythmus zu kommen. Miklas Born, im Auto mit der Startnummer 25, der mit der Strecke bereits aus letztem Jahr vertraut war, lieferte eine starke Leistung ab und belegte Platz 6 in der LMP3-KLasse und Platz 7 in der Gesamtwertung, mit nur einem Pro/Am Auto vor ihm. Im Auto mit der Startnummer 77 gab Horst Felix Felbermayr sein LMP3-Debüt auf der Strecke und beendete die Session auf P13 in der LMP3-Pro/Am Klasse und P29 in der Gesamtwertung.
Sein Teamkollege Horst Felbermayr konnte später im Bronze Driver Collective Test wertvolle Streckenzeit sammeln und erreichte P9.
Als alle Autos für das zweite freie Training auf die Strecke zurückkehrten, war es an der Zeit, das Setup für Qualifying und das Rennen weiter zu optimieren. Bence Valint fuhr im Auto #25 einige gute Runden auf der Strecke und belegte damit P7 in der Klassen- und P10 in der Gesamtwertung. Horst Felbermayr lieferte eine ordentliche Session ab und platzierte sein #77 Auto auf P10 in der Pro/Am Klasse und P27 im Gesamtklassement.

Samstag - Bereit, schnelle Runden zu setzen

 

Das Qualifying verlief zufriedenstellend, wenn auch ereignisreich. Die LMP3-Session wurde nach sieben Minuten wegen eines Unfalls unterbrochen, der eine rote Flagge zu Folge hatte. Nachdem die Barrieren repariert waren und die Session fortgesetzt wurde, ging es in einem letzten Sprint von 8 Minuten weiter. Miklas Born meisterte die Herausforderung souverän und stellte das Auto #25 auf P3, nur zwei Zehntel vor den Viertplatzierten.
In der Pro/Am Session zeigte Horst Felbermayr mit P5 in der Klasse eine starke Leistung und legte damit die Grundlage für ein spannendes Rennen am Nachmittag.


Samstag - Zeit für das Rennen

 

Auto #25 hatte ein klares Ziel: einen Platz auf dem Podium. Bence Valint, der den ersten Stint übernahm, zeigte einen starken Start und kämpfte in der ersten Runde um die zweite Position. Nur drei Minuten nach Rennbeginn wurde ein Safety Car aufgrund von Trümmern auf der Strecke eingesetzt, was die Anfangsvorsprünge neutralisierte. Nach einem Full Course Yellow 40 Minuten nach Rennstart verlor das Reiter Engineering Auto eine Position und fiel auf Position 4 zurück. Kurz nach Öffnung des Boxenstopp-Fensters wurde erneut ein Safety Car eingesetzt, was dem Team die Gelegenheit für einen Boxenstopp bot. Mit etwas mehr als einer Stunde verbleibend fuhr Auto #25 in die Box. Der Stopp und der Fahrerwechsel verliefen reibungslos und Miklas Born, der für den zweiten Stint ins Auto stieg, kehrte mit einem vorläufigen P3 auf die Strecke zurück- Born konnte P3 bis zum Schluss verteidigen, auch als es in der letzten Runde drei Autos waren, die um den zweiten Platz kämpften. Er konnte kurzzeitig P2 halten, wurde jedoch wieder überholt. Ein Podiumsplatz am Ende rundete das Wochenende trotzdem zufriedenstellend ab.
Auto #77 startete das Rennen im Mittelfeld. Mit Horst Felbermayr am Steuer für den ersten Stint konnte das Auto den Chaosmomenten zu Beginn ausweichen. Während des Safety Cars in den frühen Phasen des Rennens hielt er das Auto auf P4 in der Pro/Am Klasse - P21 insgesamt. Das AUto hielt sich über die gesamte erste Rennhälfte in der Nähe von Position 3 in der Klasse, mit einem Abstand von einer halben Sekunde. Länger auf der Strecke verblieben als andere im Boxenstopp-Fenster brachte dem Team kurzzeitig Position 2, als andere Fahrer an die Box gingen. Kurz nach dem Stopp von Auto #25 folgte #77 mit einer Stunde im Rennen verbleibend in die Box und reihte sich wieder auf P4 ein. Horst Felix Felbermayr konnte einen Platz gewinnen, jedoch verlor er zwei Positionen bei einem Neustart des Rennens nach einem weiteren Safety Cars. Ein zweiter Boxenstopp 10 Minuten vor Rennende ließ das Auto auf P7 in der Klasse zurückfallen. Felbermayr beendete das Rennen schließlich auf P8 in der Pro/Am Klasse und P19 insgesamt.
Mit diesen Ergebnissen positionieren sich beide Reiter Autos sowie ihre Fahrer in den Top 10 der Gesamtwertung, wobei das Auto #25 auf P3 und das Auto #77 auf P10 ihrer jeweiligen Klasse liegt.

Wochenendreflexionen - Stimmen der Fahrer 

 

„Wir hatten in beiden Trainings von Anfang an gute Geschwindigkeit und konnten das Setup weiter optimieren. Mit P3 im Qualifying hatten wir eine hervorragende Ausgangslage für das Rennen. Bence fuhr einen starken Start und ersten Stint. Ich übernahm das Auto auf P3 und konnte es in einem sehr hektischem  letzten Stint auf P3 ins Ziel bringen. Wir können mit P3 sehr zufrieden sein. Jetzt gibt es eine kleine Sommerpause, bevor wir uns auf Le Mans konzentrieren“ – Miklas Born über sein Wochenende in Le Castellet 

 

„Für mich war es ein großartiges Rennen und vor allem ein sehr vielversprechender Schritt für uns als Team. Im Vergleich zu Barcelona haben wir uns stark verbessert und es ist ein tolles Gefühl, um das Podium zu kämpfen. Lasst uns diesen Schwung mitnehmen und noch stärker auf Le Mans hinarbeiten“ – Bence Valint über die Fortschritte des Teams in Paul Ricard

Ausblick - Le Mans in Sicht

Nach einem klaren Fortschritt im Vergleich zur ersten Runde in Barcelona geht das Team mit viel Selbstvertrauen in eine kurze Sommerpause. Mit beiden Autos, die sich stetig verbessern und einem ersten Podiumsplatz im Gepäck richten sich nun alle Augen auf die nächste Herausforderung: Le Mans, Frankreich.