Saisonauftakt von Reiter Engineering auf dem Nürburgring

 23.03.2026 

 
Kirchanschöring, Bayern – Das im oberbayerischen Kirchanschöring ansässige Reiter Engineering setzte am vergangenen Wochenende (20.-21.03.2026) den 2022 eigenentwickelten KTM X-BOW GTX in der SPX-Klasse im Rahmen der Nürburgring Langstrecken-Serie ein. Mit dem Fahreraufgebot Miklas Born, Arne Hoffmeister und Julien Apothéloz bestreitet das Team in dieser Saison ausgewählte NLS-Läufe zur Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Der Einsatz erfolgt im Rahmen eines neuen, zukunftsorientierten Entwicklungsprogramms, bei dem neben Fahrzeugperformance auch die Abläufe innerhalb des Teams weiter optimiert werden sollen. 

Freitag - Testtag und erstes Rollout des KTM X-BOW GTX

Im Gegensatz zur Vorwoche zeigte sich das Eifelwetter am Freitag von seiner besten Seite. Bei Sonnenschein und optimalen Bedingungen absolvierte der Schweizer Miklas Born, der inzwischen seine dritte Saison im Cockpit von Reiter Engineering bestreitet, die ersten Runden im neu folierten KTM X-BOW GTX. 

Der Fokus lag zunächst auf Einstellungsrunden auf der Grand-Prix-Strecke, um Fahrzeug und Team optimal aufeinander einzustellen. Im Rahmen des aktuellen Entwicklungsprojekts war das Engineering-Team mit einer größeren Besetzung als die Jahre zuvor an der Rennstrecke vertreten. Für viele der beteiligten Ingenieure bedeutete dies den ersten Einsatz direkt im Rennbetrieb. Ziel des Tages war es daher nicht nur, das Fahrzeug zu testen, sondern auch die Zusammenarbeit unter Rennbedingungen zu trainieren und Abläufe in einem schnellen, dynamischen Umfeld zu festigen. 

Eine Unterbrechung zur Mittagszeit bot zusätzliche Gelegenheit, Daten zu analysieren und offene Punkte am Fahrzeug zu identifizieren. Kurz darauf ging der KTM erstmals auf die Nordschleife. 

Am Nachmittag übernahm Julien Apothéloz das Cockpit, der sowohl erstmals für Reiter Engineering als auch erstmals im KTM X-BOW GTX unterwegs war. Anschließend stieg Arne Hoffmeister ins Fahrzeug, der als routinierter Nordschleifen-Pilot weitere wichtige Kilometer sammelte. 


Samstag - Qualifying und Rennen bei kühlen, aber sonnigen Bedingungen

Auch am Samstag präsentierte sich das Wetter freundlich, allerdings bei frischen Temperaturen. Nach der erfolgreichen technischen Abnahme am Freitag wurde das Fahrzeug gemäß der aktuellen BoP-Einstufung vorbereitet, die sich nach dem letzten Einsatz des Fahrzeugs auf der Nordschleife richtete. 

Das Zeittraining begann um 8:30 Uhr. Miklas Born absolvierte zunächst zwei Runden auf der Grand-Prix-Strecke und wechselte anschließend auf die Nordschleife. Mehrere Code-60-Phasen und dichter Verkehr erschwerten jedoch eine freie Runde. 

Nach rund einer halben Stunde erfolgte dann der Fahrerwechsel auf Julien Apothéloz, der mit gebrauchten Reifen und gefülltem Tank weitere Runden auf der Nordschleife absolvierte und das Auto auf die zweite Startposition in der SPX-Klasse sowie auf Gesamtrang 38 stellte. 

Zahlreiche Zuschauer nutzten die Zeit zwischen Qualifying und Rennstart, um sich den X-Bow aus nächster Nähe anzusehen. Mit seiner auffälligen Folierung erwies sich der X-BOW als echter Hingucker und Publikumsliebling. 


Das Rennen - Solider Auftakt mit wichtigen Erkenntnissen

Der KTM X-BOW GTX startete aus der ersten Startgruppe in ein stark besetztes Feld mit insgesamt 132 Fahrzeugen. Julien Apothéloz übernahm den Start und hielt sich in der Anfangsphase aus Zwischenfällen heraus. In den ersten Runden musste sich das Team vor allem gegen Cup-Porsche behaupten, während der direkte Konkurrent aus der SPX-Klasse weiter vorne ins Rennen gegangen war. 

Nach einer Stunde folgte der erste planmäßige Boxenstopp mit Fahrerwechsel auf Miklas Born. Nach dem Stint lag das Fahrzeug auf Position 23 mit rund vier Minuten Rückstand auf die Spitze. Born absolvierte anschließend einen Doppelstint und brachte das Fahrzeug ohne Probleme durch den Verkehr auf der Nordschleife. 

Für den Schlussabschnitt übernahm Arne Hoffmeister das Cockpit. Der erfahrene Nordschleifen-Pilot fuhr ein sauberes und kontrolliertes Rennen und hielt sich konsequent aus Zwischenfällen heraus und beendete das Rennen auf P2 in der SPX-Klasse und Gesamtrang 27.


Ausblick
Der Saisonauftakt diente für Reiter Engineering in erster Linie als wichtiger Test unter Rennbedingungen. Neben der Weiterentwicklung standen vor allem die Optimierung der Teamabläufe sowie das Sammeln von Daten für die Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen im Fokus. 

Mit einem problemlosen Rennen und zahlreichen gewonnenen Erkenntnissen zieht das Team ein positives Fazit und blickt motiviert auf die kommenden Einsätze am Nürburgring: 

  • NLS3: 10.–11. April 2026  
  • 24h Qualifiers: 17.–19. April 2026 
  • 24h Nürburgring: 14.–17. Mai 2026